Schwaches Auftaktquartal belastet Kranhersteller Demag CranesDÜSSELDORF (Dow Jones) Die Wirtschaftskrise hat dem Kranhersteller Demag Cranes erwartungsgemäß eines der schwächsten Auftaktquartale in der Unternehmensgeschichte beschert. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn des Herstellers von Industriekranen, Krankomponenten und Hafentechnologie von Oktober bis Dezember 2009 bereinigt im Vergleich zum Vorjahr um 76% auf 4,4 Mio EUR, wie der Düsseldorfer Konzern am Dienstag mitteilte. Da die Branche traditionell erst verzögert von Krisen getroffen wird, sich eine anziehende Konjunktur im Gegenzug aber auch erst später durchschlägt, stellt sich das im Mittelwerteindex MDAX gelistete Unternehmen trotz erster Lichtblicke nicht auf ein schnelles Ende der Durststrecke ein. "Wir verzeichnen Stabilisierungstendenzen auf immer noch niedrigem Niveau", erklärte der Vorstandsvorsitzende Aloysius Rauen. "Ein Ende der schwachen Nachfrage in vielen wichtigen Märkten ist aber weiterhin noch nicht absehbar." Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/2010 bekam die Demag Cranes AG weiterhin zu spüren, dass die Kunden ihr Geld lieber zusammenhalten als zu investieren. Der Auftragseingang schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 34% auf 184,5 Mio EUR und damit nur unwesentlich stärker als von Analysten erwartet. Im Vergleich zu den Vorquartalen hat sich der Auftragseingang jedoch weiter stabilisiert - ein Hoffnungszeichen für die kommenden Quartale. Dabei verbuchte Demag Cranes im Geschäft mit Hafentechnologie mit 30,4 Mio EUR ein Viertel weniger Aufträge als im Vorjahr. Hafen- und Terminalbetreiber hielten sich bei Investitionen, besonders bei Großprojekten, wegen der weltweit gesunkenen Frachtraten deutlich zurück. In dem spätzyklischen Bereich Industriekräne sank der Wert der Neuaufträge um 43% auf 87 Mio EUR. Selbst das Servicegeschäft verbuchte von Januar bis Dezember mit 68 Mio EUR ein Viertel weniger Aufträge. Nachdem die in den Vorquartalen noch gut gefüllten Auftragsbücher des Düsseldorfer Konzerns abgearbeitet worden waren, sank der Umsatz des Düsseldorfer Konzerns im Auftaktquartal um 31% auf 208,6 Mio EUR. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet. Operativ verdiente Demag Cranes vor Zinsen und Steuern (EBIT) bereinigt 9,2 Mio EUR, ein Minus von 70%. Dabei konnten die Geschäftsbereiche Services und Industriekrane den operativen Verlust der Hafentechnologie auffangen. Die Düsseldorfer rechnen aufgrund des inzwischen großteils abgeschmolzenen Auftragspolsters mit einem neuerlichen Umsatzrückgang im laufenden Geschäftsjahr. Bei der operativen Marge vor Zinsen und Steuern (EBIT) rechnet Demag Cranes mit einem Wert im mittleren einstelligen Prozentbereich. Im Geschäftsjahr 2008/09 lag die Rendite bei 6,5% nach 11,2% im Rekordjahr 2007/08. Webseite: www.demagcranes-ag.com-Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112,katharina.becker@dowjones.comDJG/kat/brbDow Jones Newswires |
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